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14.01.09

SAUBERE KOHLE SCHLIEßT ENERGIELÜCKE

Großbritannien auf der Suche nach langfristigen Lösungen

Obwohl der Energieverbrauch auch in Entwicklungsländern rapide ansteigt, sind die Vereinigten Staaten und Europa nach wie vor die größten Energieverbraucher. Sollten die derzeitigen Trends weiter anhalten, müssten sich die Vorräte in den nächsten Jahren verdoppeln (während die CO2-Emissionen um die Hälfte reduziert werden müssen).

Zusätzlicher Druck wird durch die EU-Vorgaben zur Emissionsreduktionen ausgeübt – diese fordern eine 20-prozentige Verringerung des CO2-Ausstoßes bis zum Jahr 2020 und die Gewinnung weiterer 20 % der Energie aus erneuerbaren und nachhaltigen Quellen.

Während nachhaltige und erneuerbare Energiequellen aufgrund der kontinuierlich abnehmenden Reserven an fossilen Brennstoffen zunehmend an Bedeutung gewinnen, werden neue Technologien eine Schlüsselrolle in der Art der Energieerzeugung spielen.

Fossile Brennstoffe bleiben ein integraler Bestandteil des Energiemixes und mit Änderung der globalen Energielandschaft werden Technologien, die deren ungünstige Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren, eine wichtige Rolle bei der Erfüllung von Umweltvorgaben spielen.

Wie ändert sich die Art unserer Energieproduktion?

Während die verstärkte Nutzung nuklearer und regenerativer Energie und hocheffizienter Windenergie so gut wie keine Luftverunreinigung oder Treibhausgase verursacht, werden Biokraftstoffe und Technologien, welche die sauberere Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ermöglichen, die größten Veränderungen herbeiführen.

Im Jahr 2007 hat die britische Regierung ihre Bereitschaft für eine CO2-arme Zukunft durch verbindlich zu erbringende Vorgaben zur CO2-Emissionsreduktion signalisiert - mit 26-32 % bis 2020 und 60 % bis 2050. In einem weiteren Informationsbericht hat die britische Regierung die Notwendigkeit der Unterstützung CO2-armer Technologien unterstrichen; außerdem müsse laut Informationsbericht die zur Erreichung der angestrebten Vorgaben erforderlichen Infrastrukturinvestitionen gewährleistet werden.

Yorkshire and Humber ist die einzige Region in Großbritannien mit einer vereinbarten Zielsetzung zur Reduktion der Treibhausemissionen - um bis zu 25 % bis zum Jahr 2016.

Die Erfüllung der nationalen Zielsetzungen im Bereich erneuerbare Energien soll weitere Investitionen in der Höhe von 20 Milliarden Pfund anlocken und zu einem Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten in der Region (2000 MW) führen.

In Zusammenarbeit mit BP, E.On, Drax Power Ltd und AMEC ist Yorkshire Forward führend bei der Entwicklung von Technologien im Bereich CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS, Carbon Capture and Storage), welche die Emissionen in die Atmosphäre bis zum Jahr 2050 um jährlich bis zu 1500 Millionen Tonnen reduzieren sollen.

Die Region liefert derzeit über 17 % der Gesamtenergie Großbritanniens und verfügt mit der unmittelbaren Nähe zur Nordsee, wo Kohlendioxid tief unter dem Meer vergraben werden und daher nicht in die Atmosphäre entweichen kann, über einen idealen Standort. Pläne für das Netzwerk sind bereits vorhanden; die Kosten für die Entwicklung sollen sich Schätzungen zufolge über einen Zeitraum von 20 Jahren auf 2 Milliarden Pfund belaufen.

Außerdem wird in Yorkshire und Humber eine 200-Millionen-Pfund-Anlage von BP in Zusammenarbeit mit DuPont und Associated British Foods zur Produktion von Biobrennstoffen der zweiten Generation errichtet. Die Betriebsanlage in Hull soll jährlich 420 Millionen Liter Bioethanol produzieren und die zukünftige Entwicklung in diesem neuen Technologiebereich vorantreiben. Außerdem wird der Standort eine Demonstrationsanlage beherbergen, die jährlich 20.000 Liter Biobutanol aus Lebensmittelbeständen produzieren soll.

Und in Oktober 2008 hat Drax angekündigt, drei mit Biomasse angetriebene Elektrizitätswerke in Großbritannien zu errichten. Schätzungen des Unternehmens zufolge wird Drax, sobald die drei Betriebsanlagen errichtet und in Betrieb sind, bis zu 15 % der erneuerbaren Energie und 10 % des gesamten Strombedarfs in Großbritannien liefern.

Die University of Sheffield ist ein weltweit führendes Forschungszentrum auf dem Gebiet der thermischen Konversion und genießt einen weltweiten Ruf für innovative Forschung in den Bereichen Verbrennung, Vergasung und Pyrolyse von Biomasse/Abfall und zugehörige Stromerzeugungssysteme.

Angesichts der im Kampf gegen den Klimawandel immer strenger werdenden Gesetze nimmt die Region Yorkshire und Humber in der sich ändernden Energielandschaft eine führende Rolle in der Entwicklung von innovativen Lösungen ein.

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