Offshore-Windfarmen bieten Lösung für CO2-Problematik
Bis 2020 müssen 20 Prozent des gesamten Energieaufkommens in der EU aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden, und bis zum Jahr 2050 muss Großbritannien seinen CO2-Ausstoß um 80 Prozent reduzieren.
Laut eines Berichts des Umweltprogramms der Vereinten Nationen zu globalen Trends bei nachhaltigen Energien aus dem Jahr 2008 zogen Windenergieanlagen mehr Investitionen an als Atom- oder Wasserenergiequellen.
Wind war außerdem für mehr neue Erzeugungsleistung verantwortlich als jede andere Quelle.
Im gleichen Jahr wurden weltweit rund 40 Milliarden GBP in Windturbinentechnologie investiert. Für die nächsten 12 Jahre wird mit einem 500%-igen Wachstum bei der Fertigung für die internationale Windenergiebranche gerechnet.
Allerdings befindet sich die Mehrzahl der Windparks derzeit auf dem Festland, wo die Anzahl der verfügbaren Standorte begrenzt ist.
Wie kann die notwendige Verringerung beim Einsatz fossiler Brennstoffe durch die Entwicklung effektiver Windkraftanlagen mit umweltpolitischen Fragen vereinbart werden?
Eine mögliche Antwort bieten Offshore-Windfarmen.
Pläne der britischen Regierung, die im Jahr 2007 vorgestellt wurden, gehen davon aus, dass Tausende neuer Offshore-Windturbinen genug Energie liefern könnten, um alle Haushalte in Großbritannien ab 2020 mit Strom zu versorgen.
Der Bau von Offshore-Windfarmen begann nach ersten Lizenzvergaben im Jahr 2001. Die zweite Bauphase wird derzeit größtenteils vor der Ostküste von Yorkshire in Angriff genommen.
Die vor der Ostküste der Region Yorkshire und Humber gelegene Humber Gateway Offshore Windfarm soll bis zu 83 Turbinen in der Nordsee umfassen. Das Bauprojekt im Wert von 700 Millionen GBP wird genug Elektrizität für rund 195.000 Haushalte liefern, wodurch dem Osten Yorkshires eine Vorreiterstellung bei den britischen Bemühungen zur Eindämmung von CO2-Emissionen zukommt.
Energieaktivist Nick Rau von der Umweltorganisation Friends of the Earth (F0E) erklärt, dass die Organisation hocherfreut über diese Pläne sei: "Offshore-Wind spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Er trägt in großem Maße zu unserem Wandel hin zu einer kohlendioxidarmer Wirtschaftsnation bei. Projekte wie dieses sind der Ausgangspunkt für eine massive Ausdehnung der Offshore-Windenergiegewinnung."
Im Advanced Manufacturing Park (AMP) in Rotherham befindet sich das für 8,7 Millionen GBP errichtete Environmental Technology Centre (EETC). Das Centre will mit Hilfe der neuesten Fertigungstechniken die Entwicklung von Turbinen und Windkrafttechnologien fördern.
Durch die hier vorhandene Branchenexpertise und bewährte Tradition in den Bereichen Hochtechnologie und Materialentwicklung verfügt die Region Yorkshire und Humber über den perfekten Standort, um die Entwicklung von Offshore-Windfarmen und der zugehörigen Technologien voranzutreiben. Auch die Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle. In dieser Hinsicht bieten die Häfen der Region eine ideale Transportmöglichkeit für die riesigen Turbinen.
Während der Markt für Umwelttechnik und erneuerbare Energien jährlich bereits einen Wert von 400 Milliarden Pfund erreicht, bietet Yorkshire Unternehmen, die in diesem Sektor tätig sind, die einzigartige Möglichkeit, an diesem faszinierenden und wachsenden Markt teilzuhaben. Da 50 Prozent des nutzbaren Windes in Großbritannien vom Seeschlag an der Mündung des Humber kommen, ist die Region eine weltweite Größe auf dem ständig wachsenden Markt für nachhaltige und erneuerbare Energien.